Simpler Dateitransfer mit woof

Ab und zu kann es vorkommen, dass man zusammen an Projekten arbeitet und fix ein paar Dateien austauschen muss. Man möchte dann nicht immer alles direkt per E-Mail verschicken. Häufig sind solche Dateien einfach zu groß. Auch hat nicht jeder einen SSH- oder FTP-Server auf seinem Notebook installiert. Gerade Tablet-Benutzer sind hier ein wenig im Nachteil.
An dieser Stelle kommt woof ins Spiel. woof ist dazu konzipiert, schnell und ohne Aufwand Dateien via HTTP zur Verfügung zu stellen oder aber auch welche hochladen zu lassen. Es bringt seinen eigenen kleinen Webserver mit und ist ohne Konfiguration sofort einsetzbar.
Die Grundvoraussetzung ist ein lauffähiges Python auf dem eigenen System. Bei Ubuntu ist es im Repository zu bekommen, Benutzer anderer Betriebssysteme können es einfach auf der Projektseite herunterladen.

Um jemandem eine beliebige Datei zur Verfügung zu stellen, reicht ein einfaches

woof /pfad/zur/datei

Nun müssen sich alle anderen, nur noch per Webbrowser auf die entsprechende IP verbinden und schon kann der Download beginnen.

woof benutzt in den Voreinstellungen den Server-Port 8080, da es auch mit User-Rechten ausgeführt werden kann. Wer möchte, kann die IP und den Port beliebig mit den Parametern -i und -p ändern.

Sollte ein Verzeichnis als Download angeboten werden, serviert woof automatisch den Inhalt als gzip-komprimiertes tar-Archiv.

Möchte man anderen die Möglichkeit geben, Dateien hochzuladen, genügt das Kommando

woof -U

Dadurch stellt woof ein Upload-Formular zur Verfügung. Die hochgeladenen Dateien werden nun in dem Ordner gespeichert, in dem woof ausgeführt wurde.

Meiner Meinung nach ist woof ideal, um schnell und unkompliziert Dateien zu verteilen, ohne den E-Mailserver zu belasten oder großen Konfigurationsaufwand zu betreiben.

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