Verschlüsselte Kommunikation mit Skype-Alternative Tox

Tox ist laut der Projektseite ein dezentralisierter und sicherer Instant-Messenger mit Audio- und Videofunktionalitäten.

Ich habe mir Tox aufgrund der Tatsache angesehen, dass es für den „normalen“ User einen plattform-übergreifenden Messenger geben sollte, der sowohl einfaches Chatten, als auch Videochat ermöglicht und obendrein sicher vor Mitschnitten Dritter ist. Eine andere Alternative wäre Jabber mit Jingle- und OTR-Erweiterung, doch nur die wenigsten Clients unterstützen diese Funktionalität.

Tox ist ein sehr junges Projekt und laut eigener Aussage auch noch sehr stark in der Entwicklung, sodass man dies beim Testen berücksichtigen sollte.

Installation von uTox

Es gibt für verschiedene Platformen die verschiedensten Clients, doch ich habe mich für die einfache Installation von uTox entschieden, um die bisherigen Möglichkeiten auszuloten.
Die Installation unter Linux ist sehr einfach:
1. Den Tarball auf der Projektseite herunterladen
2. Inhalt entpacken
3. Statisch gelinktes Binary starten

Benutzung von uTox

Der Client erstellt, soweit noch keine Konfiguration unter /home/user/.config/tox vorhanden, eine eindeutige ID und verbindet sich direkt mit dem  verteilten peer-to-peer-Netzwerk. Bislang ist es noch so vorgesehen ist, dass keine Tox-Identität über mehrere Clients oder Endgeräte hinweg verwendet werden kann. Die Argumentation hierfür ist die Unachtsamkeit der User, ihre Identität an unsicheren Geräten zu verwenden.

Andere User fügt man seiner Kontaktliste innerhalb von uTox einfach über das „+“-Symbol in der unteren linken Ecke per ID hinzu. Sogar Gruppenchats sind möglich.

Bislang macht uTox trotz der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung einen stabilen Eindruck. Das Chatten und Versenden von Dateien funktioniert einwandfrei und auch die Audio-Funktionalität ist gegeben. Lediglich bei einer Videokonferenz habe ich bislang Probleme gesehen, da sowohl das Bild als auch der Ton erheblich geruckelt haben, was aber auch durchaus einem Bandbreiten-Problem geschuldet sein könnte.
Ein weiterer großer Vorteil ist die Möglichkeit, innerhalb von uTox einen Proxy einzutragen, sodass eine anonymere Kommunikation per Tor-Netzwerk möglich ist. Wichtig ist hierbei, als Proxy 127.0.0.1 statt localhost einzutragen!

Ich bin sehr auf die weitere Entwicklung gespannt und hoffe, dass an dem Android-Client Antox aktiv weiter gearbeitet wird, da er bislang noch nicht gut benutzbar ist.
Sollte mich jemand per Tox kontaktieren wollen, bin ich (zumindest derzeit) unter der ID 03A8D1F21650E49403C94ECBD72503E7EAAC9F912A28311079036B52D817E641B4A616D6592C für weitere Tests erreichbar.

Ob Tox auf Dauer eine echter Gegenentwurf zu Skype sein kann, wird die Zukunft zeigen. Doch der Erfolg von verschlüsselten WhatsApp-Alternativen lässt mich ein wenig auf die Einsicht, dass sichere Kommunikation unbedingt wichtig ist, hoffen.

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